Regen ist für den Garten wichtig – besonders in meiner Region lässt Regen zu oft und zu lange auf sich warten. Umso erfreulicher, wenn es dann doch endlich mal soweit ist und das erlösende, lebenspendende Nass von oben zu uns kommt.

So sehr ich mich aber auch über Regen im Allgemeinen freue – danach ist eine Runde durch den Garten fällig! Denn was gut und willkommen ist, kann dennoch zu einer Gefahr werden.
Neben den inzwischen leider sehr häufig in den Medien berichteten Starkregenereignissen, Erdabrutschen und Schlammlavinen, die Regen verursachen kann, gibt es Gefahren, die zwar deutlich geringere Ausmaße an den Tag legen, aber dafür auch mit deutlich weniger Aufwand wieder behoben werden können.
Lebensgefährliche „Pfütze“
Wasserlachen in Behältern oder Behälter voll Wasser, egal welcher Größe und welchen Formates können zur nassen Todesfalle für Tiere werden. Ein Eimer, der draußen vergessen wurde muss nicht einmal Wasser enthalten, um einem Tier zum unentrinnbaren Verhängnis zu werden, also sollten solche Gefäße immer umgegkippt, auf den Kopf gestellt, oder in einem Innenraum sicher verstaut werden. Selbst eine vergessene Teetasse kann aus Insektensicht einem uferlosen Ozean entsprechen.
Wer aber Eimer und Wannen nutzt um sich Regenwasser zu sammeln, der sollte diese Behälter
- erstens immer mit einem Stein und einem Ast, zum hinausklettern versehen und
- zweitens täglich auf unfreiwillige Insassen kontrollieren. Und die versehentlichen Gefangenen wieder freilassen.
Nach dem Regen ist der Rundgang obligatorisch!
Auch in flachen Tellern, Schalen, Wassernäpfen etc. kann sich genug Wasser ansammeln, dass Insekten, Käfer oder andere kleine Tiere darin ertrinken können. Das Wasser also entweder auskippen, oder in einem verschließbaren Behälter als Gießwasser sammeln. Bei Vogelbädern und Insektentränken muss kontrolliert werden, dass die Herauskletterhilfen noch funktional sind und bis über die maximal mögliche Wasserlinie reichen.

Nach dem Regen ist auch ein Kontrollgang zu den Kübelpflanzen unerlässlich.
Einerseits um zu prüfen, ob der Niederschlag das Gießen ersetzt (oftmals trifft gar nicht genug Regen in das bepflanzte Gefäß) andererseits muss Wasser, das sich im Untersetzer gesammelt hat, ausgekippt werden. So wie auch nach dem Gießen von Kübelpflanzen, ist es auch nach dem Regen wichtig das überschüssige Wasser wenige Stunden nach dem Gießen/Regen aus dem Untersetzer auszukippen um Staunässe und in weiterer Folge Wurzelfäule an den Pflanzen zu verhindern.
Gärtner-Tipp: diese Gelegenheit kann gleich noch dazu genutzt werden, den Regenmesser zu entleeren und sich den vorher abgelesenen Wert ins „Garten-Tagebuch“ zu notieren.


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