Das australische Zitronenblatt (Plectranthus spp.) ist eine noch nicht lange bekannte Würzpflanze. Erst vor einigen wenigen Jahren wurde diese Pflanze in den austalischen Tropen entdeckt worden. Dort erreicht sie bisher entdeckte Wuchshöhen von bis zu über zwei Meter in der Höhe und auch in der Breite.
Dabei duften die extrem flauschigen Blätter unglaublich intensiv nach Zitrone.
Ich möchte dieses Aroma in keiner Kräuter-Butter mehr missen.
Aber auch als natürliches, atemerfrischendes Kaugummi ist es mir regelmäßig willkommen. Dabei benötigt man nur einen kleinen dünnen Streifen von einem der Blätter. Der Rest den Blattes kann einfach luftig auf dem Tisch liegen bleiben und hält sich noch viele Tage saftig und frisch.
Auch wenn das australische Zitronenblatt, wie der Name vermuten lässt aus Australien stammt kann man es bei uns recht einfach kultivieren. Aber bitte nur im Kübel, denn bei einer Außentemperatur von weniger als 15°C ist es um die Gesundheit dieser Tropenpflanze geschehen. Auch wäre unkontrollierbare Feuchtigkeit an ihren Wurzeln durch Niederschläge ein ernstzunehmendes Problem. Hält man das australische Zitronenblatt aber in einem Top, oder Kübel kann man es bei passenden Außentemperaturen gerne die ungefilterte Sonne tanken lassen und es dann wieder ins Warme rein holen, wenn Erkältungsgefahr droht.
Als Pflanz-Substrat empfehle ich eine Mischung aus Kräutererde und sogenannten Zuschlagstoffen. Da bisher wenig Detailwissen über diese Pflanze verfügbar ist, verlasse ich mich hier auf ein Gemisch aus Zeolit, Bims und Blähton und mulche die Substratoberfläche gerne mit Lava-Bruch.

Da die Pflanze sukkulente Eigenschaft hat, wird empfohlen, sie lieber trocken, als dauerfeucht zu halten. Dieser Empfehlung kann ich mich nach Jahren mit dieser Pflanze besten Gewissens anschließen.
Um dem ständigen Umtopfen auszuweichen – wenn es sich wohlfühlt wächst das australische Zitronenblatt zügig, schneide ich regelmäßig Ableger. Solange die Pflanze kleine neue Blättchen entwickelt kann ganzjährig zurückgeschnitten werden.

Auch wenn die Pflanze mit extrem wenig Wasser auskommt, gelingt mir ihre Vermehrung bislang nur im Wasserglas zuverlässig. Dafür schneide ich einfach die Triebe knapp oberhalb einer Blattachsel ab, und stelle den abgeschnittenen Trieb in ein Glas mit frischem Wasser. Das Wasser wird täglich ausgetauscht und nach wenigen Wochen haben die Abschnitte bereits erste Wurzeln ausgebildet.

Wenn die Wurzeln einige Zentimeter Länge erreicht haben, wird der Ableger in ein mageres Gemisch aus Kräuter-Erde, Bims, Zeolit und Blähton eingepflanzt, angegossen und ab da genauso wie die „Mutter-Pflanze“ weitergepflegt.
Gärtner-Tipp: An stechmückenlastigen Tagen nehme ich eines der Blätter und verreibe es auf meiner Haut – besonders an Stellen, die nicht mit Stoff bedeckt sind. Hat bisher immer für Aufenthalt im Freien ohne Stechmücken und deren Stiche gesorgt.

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