Euphorbia leuconeura ist ein Wolfsmilchgewächs.
Wie die meisten Wolfsmilchgewächse ist auch die Spuckpalme eher eine Schönheit auf den zweiten Blick, aber der zweite Blick hat es dafür in sich.
Während der flüchtige Blick eine Pflanze zeigt, die kantig auf zu dünnem Stielchen balanciert und ganz oben ein paar dunkle Blätter trägt, offenbart der zweite Blick eine Fülle an Farbschattierungen und Texturen an ein und der selben Pflanze.

Ein dünn erscheinender kurzer Stiel balanciert die restliche Pflanze souverän auch durch starke Windböen. Der Hauptteil der Pflanze ist ein meist vier-fünfkantiges Gebilde mit farblich abgesetzten Blattnarben und Borstenleisten auf den Kanten, die ein weiteres Farbspektrum zum Ensemble hinzufügen. Die Blätter hängen in eleganten Bögen über den Trieben, als wollten sie die fehlende Baumkrone ersetzen. Die Blattadern sind deutlich sichtbar und veredeln die samtige Optik des Laubes.
Während die weißen, kleinen Blüten eher unauffällig sind, machen die Samen von sich hören. Wenn die Pflanze geblüht hat und ihre Samen reif und trocken sind, spuckt die Spuckpalme die Samen bis zu mehrere Meter weit in den Raum. Meine Spuckpalme stand einmal eine Weile zwischen mehreren Blechdekorationen. Es ist schwer den akkustischen Effekt zu beschreiben, aber es war wirklich sehr erheiternd, wie es über Tage hinweg durch die Wohnung klickte, pingte und klimperte.
Die Haltung dieser Zimmerpflanze könnte kaum einfacher sein. Sie mag es hell, besteht aber nicht auf einen Fensterplatz, sondern kann sehr gut 1-2 Meter in den Raum gerückt werden. Je seltener sie gegossen wird, deste prächtiger gedeiht sie. Einmal pro Monat ist bei mir völlig ausreichend, im Winter sogar noch seltener. Sie kann sehr gut in mineralischen Substraten kultiviert werden und wird bei mir im Frühsommer einmalig mit einer winzigen Dosis Langzeitdünger versorgt.
Mehr Pflege kann die Spuckpalme schnell überfordern!








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