Befallskontrolle ist eine wichtige Voraussetzung für die fachgerechte Bekämpfung von Schädlingsbefall.
Es ist weder moralisch vertretbar noch rechtlich erlaubt, ohne sichere Diagnose einfach ein willkürlich gewähltes Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Dies gilt gleichermaßen für den Einsatz im Innenraum, auf Balkon und Terrasse, sowie im Garten.
Manche Schadbilder an Pflanzen sind eindeutiger, als andere. Um eine bessere Aussage über die Art der Schädlinge zu erhalten gibt es diverse Methoden. Eine dieser Methoden sind sogenannte Klebefallen.
Wichtig ist, dass alle diese Klebefallen nicht dazu geeignet sind, einen Befall mit Schädlingen zu bekämpfen. Die Tafeln dienen dazu herauszufinden ob ein Befall durch einen bestimmten Schädling vorliegt.
Bevor man Klebefallen einsetzt ist es wichtig sich über den fachgerechten Gebrauch dieser Fallen zu informieren. Mitarbeiter in Baumärkten, Garten-Centern und anderen Vertriebsstätten dieser Produkte helfen im Normalfall gerne weiter. Außerdem sind vor dem Einsatz der Tafeln die Herstellerangaben und Handlungsanweisungen auf der Verpackung oder dem Beiblatt zu lesen und natürlich im Anschluss zu beherzigen. (Danke!)
Klebefallen gibt es in unterschiedlichen Farben. Diese Farben sind nicht aus dekorativen Zwecken gewählt, sondern zielen auf unterschiedliche Schädlinge ab.

Die bekannteste Klebefalle dürfte weithin die sogenannte Gelbtafel bzw. der sogenannte Gelbstecker sein. Die Gelbtafel benennt lediglich eine größere Form des Gelbsteckers, dient aber grundlegend dem selben Zweck. Gelbtafeln werden eingesetzt um einen Befall durch Trauermücken, weiße Fliege, geflügelte Blattlaus oder Menierfliege zu erkennen.
Die Blautafel, oder Blaustecker dienen der Kontrolle eines Befalls mit Thripse.
Die rote Klebetafel wurde entwickelt um den Befall durch asiatische Fliegen zu prüfen.
Klebefallen werden wieder entfernt!
Es ist wichtig, dass die Fallen nicht einfach „für immer“ aufgestellt bleiben. Neben den Schädlingen, die man hofft daran zu fangen, können sich auch andere Insekten, oder sogar Vögel und kleine Nager an den Fallen verkleben. Diese erleiden dann ein wenig erbauliches Schicksal, da die Fallen so sehr kleben, dass die Tiere sich nicht mehr befreien können und an der Falle an Hunger/Durst verenden.



Gut erkennbar ist, dass hier lange gewartet wurde. Die Klebfalle ist bereits sichtbar verstaubt. Außerdem gut zu erkennen, dass die Stubenfliege und die grüne Fliege hier ihr Ende fanden. Grüne und Stubenfliegen werden zwar eher selten betrauert, aber es hätte ebenso gut eine Biene, eine Hummel oder einen Schmetterling treffen können.
Deshalb die Fallen nach der vorgegebenen Einsatzdauer wieder gewissenhaft einsammeln! Es kann helfen, sich in der Verpackung eine Notiz zu hinterlegen, wo und wann man die Fallen angebracht hat. Dann findet sich zuverlässig jede wieder.
Um den Befall auszuwerten kann entsprechende Fach- und Sachliteratur helfen, oder wieder die Konsultation eines Fachhandels. Der dann auch direkt zum weiteren Vorgehen der eigentlichen Schädlingsbekämpfung beraten kann.
Wohin damit, wenn die Befallskontrolle beendet ist?
Meine Empfehlung: Die Klebefalle in ein Papier z. B. einer alten Zeitung oder zwischen zwei entsprechend große Fetzen Pappe legen. Dadurch sorge ich dafür, dass die noch klebenden Stellen keinen Schaden mehr anrichten können. Auch auf der eigenen Haut oder noch schlimmer in den Haaren können Klebefallen Schaden anrichten. Die Entsorgung der Klebefalle findet über den Haus-/Restmüll, also die schwarze Tonne statt. Da Klebefallen im Normalfall keine Giftstoffe oder Hormone enthalten ist die Entsorgen über eine Sonderdeponie nicht nötig. Wenn eine gesonderte Entsorgung nötig ist, hat man dies ja bereits aus den Herstellerangaben entnommen.


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