Wer einen satten grünen Rasen sein Eigen nennen möchte, sollte bei der Pflege keine Kompromisse eingehen.
Die Pflege von Rasen besteht aus Kämmen, Mähen, Lüften, Gießen, Düngen, Vertikutieren.
Um das begehbare Grün artgerecht zu pflegen ist es wichtig einige Voraussetzungen und Besonderheiten beim Thema „Rasen“ zu kennen. Denn ein artgerecht gepflegter Rasen ist ein gesunder Rasen.
Zusammengefasst sind Rasen-Gräser züchterisch veränderte Wildgräser. Die verwendeten Sorten variieren je nach Einsatzzweck und Einsatzort.
Im eigenen Garten ist es vor allem wichtig zu verstehen, dass Rasen je nach Standortbedingung unterschiedlich gepflegt werden muss.
Besonders beim Gießen und beim Mähen ergeben sich Pflegeunterschiede bei ein und dem selben Rasen, wenn dieser sowohl sonnige als auch schattige Zonen begrünt.
Auch wenn mir pauschale Angaben immer ein bisschen im Bauch zwicken, möchte ich hier nun eine Art Merkliste anführen. Wenn diese Empfehlungen eingehalten werden ist man schon mitten im Rennen. Der Ziellauf auf den satten grünen Rasen kann somit also beginnen:

- Rasen mähen: „Zu kurz gemähter Rasen leidet an Nährstoffmangel.“ Das ist wissenschaftlich nachgewiesen, da Rasen erst ab bestimmten Halmlängen seinen vollständigen Stoffwechsel durchführen kann. Die Mindestlänge für Rasen in sonnigen Bereichen lautet: 3,5 – 4cm (also Rasenmäher nicht niedriger als 4cm einstellen). In schattigen Arealen der Rasenfläche ist eine Halmlänge von 5,5 – 6cm das Minimum (also den Rasenmäher für diese Bereiche auf 6cm einstellen).
- Rasen gießen: falsch gegossener Rasen ist sehr pflegeintensiv. Das Wurzelwerk ist fehlgebildet und kann seine Aufgaben nicht richtig erfüllen. Eine gute Wassermenge für die Rasenfläche liegt zwischen 15 und 25 Litern Wasser pro Quadratmeter. Erst dann wieder gießen, wenn der Rasen Bedarf hat!
- Rasen düngen: Das Einhalten der Verpackungsanweisungen von Rasendüngern ist obligatorisch! Die klare Empfehlung lautet organische Dünger zu verwenden.
- Rasen kämmen: Ein Grund, der zum jährlichen Vertikutieren führen kann, ist mangelnde Pflege über das gesamte Jahr. Den Rasen zu kämmen bedeutet auf schonende Weise Rasenrückstände und Laubreste aus dem Rasen zu entfernen. Dabei wird die oberste Erdschicht sanft angeritzt. Der Boden kann wieder besser Wasser, Luft und Dünger aufnehmen, was wiederum dem Rasen zu Gute kommt.
- Rasen lüften: Nicht jeder Boden muss zwingend gelüftet werden. Wer aber einen tonigen oder lehmigen Boden hat, hilft seinem Rasen und dessen Gesundheit durch regelmäßiges Lüften, denn die Wurzeln benötigen neben, Erde, Wasser und Nährstoffe auch Luft. Auch vor Düngergaben ist Lüften sehr sinnvoll. Wird der Boden vor der Düngung gelüftet, gelangen die Nährstoffe zuverlässig in die Erde, wo sie gebraucht werden und bleiben nicht obenauf liegen.
- Rasen vertikutieren: Es kann bei bester Pflege dennoch passieren, dass an einigen Stellen Wurzelfilz entsteht. Hauptsächlich entsteht Wurzelfilz durch zu kurz gemähten Rasen. Wurzelfilz sind stoppelige Teile der Rasenpflanzen. Diese entstehen, wenn oberflächennahe Wurzeln durch die dünne Erdschicht Sonne abbekommen. Dann heben sich die Wurzeln aus dem Boden, werden grün und betreiben Photosynthese. Diese Umbildung kann sich nicht mehr zurückbilden und muss aus der Rasenfläche entfernt werden. Das passiert beim Vertikutieren.

Detailliertere Beschreibungen, Besonderheiten zu Rasen und wie man sich das Leben mit Rasen einfacher machen kann, kannst Du hier finden:

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