Ich könnte diesen Beitrag mit einem kurzen „nein“ beantworten und es damit gut sein lassen.
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht die Für und Wider zu dieser Antwort mitliefern würde.
Chemische Dünger auch bekannt als mineralische Dünger werden durch zwei Verfahren gewonnen.
- Abbau aus natürlichen Lagerstätten. Hier werden Salze gewonnen, die als Dünger verwendet werden.
- Synthetische Erzeugung in der chemischen Industrie.
Beide Verfahren verbrauchen sehr viel Energie um die Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar zu machen. Und es bedarf tiefer Eingriffe in unsere Umwelt um an die Ausgangsstoffe für die Herstellung zu gelangen. Die Abfallprodukte von Abbau und Herstellung sind ein Problem bezüglich ihrer Entsorgung. Und chemische Dünger bergen das Risiko die Böden, auf denen sie eingesetzt werden, zu versalzen.
Das bedeutet, dass auf Dauer durch den Einsatz von chemischen Düngemitteln Boden zerstört wird. Dabei kann es sogar passieren, dass die Schäden irreparabel sind und die entsprechende Landfläche über sehr lange Zeiträume kein gesundes Leben mehr ermöglicht. Weder für Pflanze noch für Mensch oder für Tier.
Unsachgemäße Anwendung kann sogar zu Verunreinigung und Belastung des Grundwassers führen. Die negativen Auswirkungen davon können weit über die Einsatzstelle der chemischen Düngemittel hinausreichen.
Selbst beim Einsatz im Haus für Zimmerpflanzen können chemische Dünger zu Übersalzung führen. Die entstehende Pflanzenerde wird dadurch zu Sondermüll umgewandelt.
Da es für jede Pflanze und jeden Lebensraum von Pflanzen geeignete organische Düngemittel gibt, sind diese immer einem chemischen Dünger vorzuziehen!
Dabei wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch der eigene Geldbeutel.
Ein weiterer Aspekt ist die Entsorgung. Während man organische Dünger selbst nach deren Verfalldatum noch guten Gewissens auf den Kompost geben darf (nach und nach in handlicher Dosis) müssen chemischen Dünger bei der Deponie fachgerecht entsorgt werden. Hier können je nach Region Kosten anfallen.
Viele organische Düngemittel fallen im Haushalt als Bio-Müll an, oder können mit wenig Aufwand sinnvoll selbst hergestellt werden.
Das Fazit, das ich für mich aus den vielen „Wider“ und wenigen „Für“ ziehe ist:
Chemische Düngemittel haben in einem „Handzahmen Garten“ keinen Platz oder Einsatzzweck.

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