Der hungrige Theobroma cacao

Spontane Diagnose: Nährstoffmangel

Dieser Kakao hat Hunger!

Aber nicht nur Hunger ist das Problem, wie die Vorabeinschätzung orakelte.

Man kann an den eingetrockneten Blatträndern schlussfolgern, dass die Luftfeuchtigkeit unterhalb der tolerierten Werte liegt.

Weitere Recherche zeigte mir auf, dass dieser Theobroma cacao auch Symptome zeigt, die darauf schließen lassen, dass der Standort den Anforderungen der Pflanze gleich mehrfach nicht gerecht wird.

Ein Vergleich des Laubes mit Bildern aus entsprechender Literatur hat ergeben, dass die Kakaopflanze mehr direktes Sonnenlicht abbekommt, als sie es gerne hat. Und es nicht nur zu viel direktes Sonnenlicht im Spiel, es ist auch noch ausgerechnet die Mittagssonne gewesen, die dieser Pflanze täglich das Leben erschwert hat. Besonders subtropische und tropische Pflanzen leiden oftmals in unserer zentraleuropäischen Mittagssonne und bevorzugen die Sonne in den frühen Stunden des Tages. Deshalb wird so oft ein Ostfenster als Standort für Zimmerpflanzen empfohlen.

Inzwischen wurde der Patient von mir in ein neues Pflanzgefäß überführt, da ein Blick in den Wurzelbereich gezeigt hat, dass mehr Volumen angemessen ist. Auch das Substrat wurde von mir verändert. Es enthält jetzt neben einem sehr hohen Anteil an mineralischem Substrat auch eine Teilmenge organischer Masse, da diese Nährstoffe besser festhält und somit eine bessere Versorgung der Pflanze verspricht. Und schließlich steht die Pflanze nun ihren Anforderungen an die Lichtverhältnisse angepasst; nämlich ganztägig hell, aber nie der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Es wird nun vermutlich einige Wochen Zeit und Pflege benötigen, bis die Pflanze Reaktionen auf die neuen Umweltbedingungen zeigt. Nicht zu erwarten ist, dass sich alle Blätter wieder erholen, da bei genauerer Betrachtung erkennbar ist, dass es sich um sonnenverbranntes Laub handelt – zumindest stellenweise. Da die Pflanze aber noch keine Anzeichen zeigt, dass sie sich dieser Blätter entledigen will, entferne ich diese vorerst nicht.

Entsprechende Bilddokumentation erfolgt gemäß beobachtbarer Veränderungen.



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