Langzeitstaub auf Ficus cyathistipula

Frühjahrswartung Ficus cyathistipula

Es ist an der Zeit mich um meinen Ficus cyathistipula zu kümmern!

Er ist schlimm verstaubt und an den Blättern sind neben einem offensichtlichen Blattschaden auch noch schwer identifizierbare Verfärbungen zu erkennen. Außerdem hat sich auf dem Substrat ein noch zu identifizierender Belag gebildet und der kleine Spielzeug-Pirat, der unter dem Ficus seine Schatzkarte studiert darf auch mal in die Badewanne.

Also Arbeitsplatz vorbereiten; Topf samt Pflanze (und Pirat) schnappen; loslegen!

Wie immer fängt es mit dem Abstauben an. Ich empfehle zunächst trocken abzustauben. Dazu kann man sich eines herkömmlichen Staubtuches bedienen. Unlängst fand ich im Handel Abstaubhandschuhe für Zimmerpflanzen. Egal welches Werkzeug man zum Abstauben nutzt; es ist wichtig nicht nur die Blattoberseiten, sonder auch die Blattunterseiten, Stiele, Zweige, Äste und Stämme vom Staub zu befreien.

Dabei kann man dann auch direkt beschädigte oder abgestorbene Pflanzenteile entfernen.

Nach der ersten trockenen Abstaubung nehme ich mir die Pflanze noch mal mit dem feuchten Putztuch vor. Ein möglichst fusselfreies Tuch erleichtert die Tätigkeit. Auch hier wieder alle Pflanzenteile und auch Pflanzenseiten gründlich, aber vorsichtig säubern. Um Verletzungen oder andere Unfälle zu vermeiden immer mit der freien Hand von der anderen Seite die Pflanze oder das Blatt stützen.
Wenn soweit oben erst mal alles sauber ist, geht der Blick nach unten, ganz nach unten; zu den Wurzeln. Mein Ficus cyathistipula sitzt in einem Gefäß aus durchblickbarem Kunststoff. Daher kann ich hier gut bewerten, dass die Durchwurzelung zwar gut ist, jedoch noch keinen Anlass zum Umtopfen bietet. Die eine Wurzel, die sich ihren Weg jedoch bereits aus dem Topf herausgebahnt hat, wird fachgerecht mit einer scharfen und desinfizierten Schere abgetrennt.
Was an dem Wasserdocht nach einem Schimmelteppich aussieht, konnte ich bei sehr genauer Betrachtung als Teil des Wurzelgeflechts identifizieren.

Nachdem nun klar ist, dass die Pflanze vorerst nicht in ein neues Gefäß umzieht betrachte ich als nächstes den Belag auf dem Substrat. Es stellt sich heraus, dass es sich um Ablagerungen von Nährsalzen und Kalk aus dem Gießwasser handelt. Die unschönsten Stellen habe ich mit einem Löffel abgenommen, und durch frisches Substrat ersetzt.

Die nächsten Handgriffe entfernen die alte Anbindung und ersetzen diese durch eine Neue. Erstens finde ich es ansprechender, wenn die Anbindungen, zumindest an einer Pflanze, aus dem selben Material bestehen. Zweitens ist eindeutig, dass die Pflanze eine neue Ausrichtung benötigt, wenn sie nicht quer weiterwachsen soll.

Verwendet habe ich hier eine sogenannte Hohlschnur. Die neue Anbindung hält die Pflanzen nun an drei Stellen an ihrem Stab, nicht mehr nur an zwei.

Soweit so gut. Vorerst ist die Pflanzen-Wartung erledigt. Bleibt noch übrig, den Piraten zu baden:

Da somit auch die Deko wieder sauber ist und fröhlich glänzt, kann der Ficus wieder an seinen Platz zurück.

Doch halt! Was war denn das mit den unidentifizierten Verfärbungen an den Blättern?

Da ich optisch keinen Schädlingsbefall erkennen konnte habe ich mich entschieden eine Befallskontrolle durchzuführen.

Das Ergebnis der Befallskontrolle werde ich entsprechend dokumentieren.

Das unterste beschädigte Blatt darf bleiben. Die Pflanze kann aus dem nicht beschädigten Bereich des Blattes noch Nährstoffe zurückholen, oder weiter Photosynthese betreiben. Der Schaden ist im letzten Jahr entstanden, als ich zu unvorsichtig mit Wasser in der Mittagssonne hantierte. Natürlich ist es wichtig bei solchen Schäden im Blick zu behalten, dass hier keine bakterielle Infektion oder Schimmelbefall aufkommt. Wem das zu riskant ist, der kann ein solches Blatt auch von der Pflanze entfernen.



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