Im Abendhauch erglüht der letzte Schein,
die Rosen lächeln leise, weich und rein;
der Efeu webt ein Märchen, schlicht doch fein,
und Silberfäden spinnen mildes Sein.
Ein Wind bringt Duft von Erde, Moos und Tau,
er weckt den Morgen, sanft und lau;
die Wurzeln ruh’n, im Dunkel still und rau,
und nähren stets die bunte Gartenschau.
Die Kräuter singen schlicht in leisem Klang,
die Schatten spielen sacht im Mondenschein;
ein Same reckt sich, wächst kräftig und wird lang,
und öffnet still den Weg zu neuem Sein.
Am Morgen klingt ein leiser, heller Ton,
Tautropfen funkeln wie ein kleines Meer;
die Wege laden ein zu ruhigem Lohn,
und alles wirkt nun offen, schlicht und mehr.
So ruht der Garten freundlich, weit und sacht,
wer hier verweilt, ist Teil der Gartenpracht.


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