Sowohl die Larven der Florfliege, als auch die Larven der Marienkäfer werden mancherorts „Blattlauslöwen“ genannt.
Warum ausgerechnet „Löwen“ weiß ich nicht, vielleicht hängt es aber mit ihrem großen Appetit und dem damit einhergehenden räuberischen Verhalten dieser Tiere zusammen.
Eines steht aber fest: Marienkäferlarven sind wahre Blattlausvernichter.
In der Zeit von ihrem Schlupf bis zur Verpuppung vertilgen die Larven 400 – 600 Blattläuse!

Diese schwarzen, länglichen Tiere sind die nützlichen Helfer. Man kann sogar erkennen, wie eine Larve gerade mit einer Laus beschäftigt ist.
Damit diese Helferlein ihre Arbeit im Garten verrichten können braucht es nicht viel.
In erster Linie braucht der Gärtner gute Nerven! Und ein wenig Vertrauen in die Natur und deren Kreisläufe.
Wenn die erste Laus an einer Pflanze zu sehen ist, ist das noch lange kein Grund zur Tat zu schreiten. Wer seine Pflanze mit ausgewogenen Nährstoffen versorgt, kann sich sicher sein, dass der Pflanze noch lange kein Schaden widerfährt. Beobachten und Warten ist hier wichtiger und sinnvoller als alles andere, was einem jetzt zu tun einfallen könnte.
Warum warten?
Damit ein Marienkäfer seine Eier an einer Pflanze ablegt, muss ein gewisser „Füllstand“ in der Vorratskammer vorhanden sein. Immerhin muss sich der Nachwuchs nach seinem Schlupf ja von irgendwas ernähren.
Warum beobachten?
Meine Empfehlung: Die befallene Pflanze im Auge behalten. Blattläuse brauchen Zeit, bis sie wirklich Schaden an der Pflanze verursachen und die Marienkäfer und Blattlauslöwen werden kommen. Wenn die Blattläuse überhand zu nehmen scheinen, kann man einen Teil der Plagegeister mit den Fingern oder mit dem Wasserstrahl von der Pflanze entfernen.
Warum keine anderen Maßnahmen ergreifen?
Würde man mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten, hieße das im schlimmsten Fall, dass auch die ersehnten Marienkäfer durch das Pflanzenschutzmittel bekämpft würden. Auch biologische Pflanzenschutzmittel basieren meist auf Substanzen, die nicht nur Schädlingen das Leben schwer machen. Sicher ist, dass Marienkäfer und andere Nützlinge Futter benötigen, um sich zu vermehren. Und wenn keine Schädlinge als Futter existieren, werden auch die Nützlinge ausbleiben. Sicher ist zusätzlich auch, dass ein Marienkäfer wenig Motivation hat in einen Garten zu kommen, der kein, kaum oder einfach nicht genug Futter bietet.
Übrigens, nicht nur die Larven vertilgen Unmengen an Blattläusen, auch die ausgewachsen Marienkäfer sind keine Kostverächter und verzehren zwischen 100 und 150 Blattläuse pro Tag.

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