
Was ist Rasen?
Rasen bezeichnet eine Fläche mit kurzgeschnittenem Gras. Meist in Sportanlagen, Parks oder auch in kleinen und großen Gärten.
Wie entstand Rasen?
Die Ursprünge des Rasens reichen weit zurück. So wurden natürliche Wiesen durch Beweidung und durch Schnitt wohl zunächst dazu niedrig gehalten um eine bessere Sicht auf herannahende Feinde zu haben, bzw. weniger Deckung für Selbige zu bieten.
Irgendwann erkannte die herrschende Klasse, dass sie nicht die gesamte Fläche ihrer Ländereien für Jagd und Ackerbau und Weideland benötigen. Aus diesem Luxus heraus entstanden dann wohl die ersten Rasenflächen zum Zwecke der Freizeitgestaltung. Genügend Arbeiter um das Gras mit der Handschere auf Höhe zu halten, waren hier ja nicht das Problem.
Spätestens mit Erfindung des Rasenmähers im 19. Jahrhundert hielt der Rasen dann auch beim „kleinen Mann“ Einzug und gilt von da an als allgemeines
Statussymbol – mit Freizeitwert.
Der heutige Rasen
Irgendwann im 18. Jahrhundert kam der Mensch auf die Idee, dass man den bisherigen Rasen noch besser machen kann. So wurden aus Wildgräsern züchterisch Rasengras-Sorten entwickelt. Teils durch Einkreuzung vollkommen anderer Gattungen, wie zum Beispiel Nadelbäumen.
Solche züchterischen Veränderungen sind dann auch ein Grund, warum sich Rasenschnitt bei der Zersetzung so anders verhält, als die entsprechenden Wildgras-Sorten. Oder warum mancher Allergiker zwar Wildgräser leicht wegsteckt, aber bei Rasen die Symptome nur so explodieren – oder auch umgekehrt.
Dafür erhielt man durch die Zucht aber auch Rasensorten die viele positive Eigenschaften vereinen:
- Krankheitsresistenz, wodurch Aufwand und Pflanzenschutz gespart werden kann
- optimierte Wuchslänge, wodurch der Schnittgutanfall deutlich reduziert wurde.
- gleichmäßige Narbenbildung, die für ein gesünderes Gesamtbild sorgt
- gute Winterhärte, reduziert den Aufwand des Nachsäens
- geringerer Nährstoffbedarf, als frühere Sorten, wodurch Dünger gespart werden kann.
Freizeitwert des Rasens
Der eine sagt: „Rasen erhöht den Freizeitwert meines Gartens. Ich kann ihn zu vielen Zwecken und Aktivitäten nutzen.“
Es ist unumstritten, dass ein Federballspiel auf einer weichen, duftigen Rasenfläche mehr Spaß macht, als auf einem gepflasterten Hof.
Der andere sagt: „Rasen? Der ist mir meine freie Zeit nicht wert!„
Ebenfalls ist unumstritten, dass das makellose Grün Zeit in Anspruch nimmt.
Welche Meinung man auch vertritt – es bleibt eine Tatsache, dass ein gesunder, vitaler und gepflegter Rasen Ansprüche hat und diese Ansprüche bedeuten Aufwand oder Arbeit.

Der ökologische Wert von Rasen
Heutzutage sind immer öfter ökologische Auswirkungen von Allem auf Alles im Fokus der Betrachtung.
Natürlich ist ein Rasen eine Monokultur. Selbst wenn sich mehrere Rasen-Sorten in einer Rasenfläche finden kann dieser Unterschied aus Sicht von Tier und Mensch durch das konsequente Mähen nicht zur Geltung kommen.
Und man kann darüber streiten, ob x Quadratmeter Erdoberfläche für „Rasen“ herhalten müssen. Man kann es aber auch einfach lassen. Und wer einen Rasen hat soll ihn bitte genießen.